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Arthroskopische Verfahren bei Arthrose des Schultergelenkes

Einleitung

Die arthroskopisch-chirurgische Behandlung bei fortgeschrittener Arthrose bewegt sich im Spannungsfeld zwischen therapeutischer Notwendigkeit, individuellen Patientenfaktoren und den Grenzen gelenkerhaltender Verfahren. Salvage Prozeduren markieren dabei die operativen Optionen, bevor eine endoprothetische Versorgung indiziert ist, und werden aufgrund ihrer variablen Erfolgswahrscheinlichkeit kontrovers diskutiert. Sie gewinnen insbesondere dann an Bedeutung, wenn der Zeitpunkt einer Prothese aus medizinischen, funktionellen oder persönlichen Gründen hinausgezögert werden soll. Angesichts der heterogenen Pathologien und patientenspezifischen Ausgangslagen erfordert ihre Indikationsstellung eine sorgfältige Abwägung sowie eine differenzierte, evidenzbasierte Entscheidungsfindung. Die aktuelle Literatur und klinische Erfahrung zeigen, dass Salvage Verfahren zwar keinen Ersatz für die Endoprothetik darstellen, ausgewählten Patientinnen und Patienten jedoch eine relevante funktionelle Überbrückung ermöglichen können, sofern sie gezielt und zum geeigneten Zeitpunkt eingesetzt werden.

Die Arthrose des Schultergelenkes stellt insbesondere bei jüngeren, aktiven Patientinnen und Patienten eine therapeutische Herausforderung dar, da der endoprothetische Gelenkersatz in dieser Population mit funktionellen Einschränkungen, begrenzter Implantatstandzeit und revisionschirurgischen Konsequenzen assoziiert ist. Vor diesem Hintergrund haben gelenkerhaltende arthroskopische Verfahren in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, mit dem Ziel, Schmerzen zu reduzieren, die Schulterfunktion zu verbessern und den Zeitpunkt einer endoprothetischen Versorgung hinauszuzögern und eventuell sogar zu verhindern.

Ein etabliertes operatives Konzept stellt das Comprehensive Arthroscopic Management (CAM) dar, das erstmals von Millet et al. als strukturiertes, mehrstufiges arthroskopisches Behandlungskonzept beschrieben wurde [1]. Ziel dieses Ansatzes ist es, sämtliche intra- und extraartikulären Schmerz- und Funktionsursachen der Glenohumeralarthrose in einer Sitzung systematisch zu adressieren. Zu den zentralen operativen Schritten zählen ein ausgedehntes Kapselrelease (anterior, posterior, inferior sowie im Bereich des Rotatorenintervalls), das arthroskopische Débridement degenerativ veränderter Weichteile, eine Chondroplastik instabiler Knorpelareale sowie eine Synovektomie und Adhäsiolyse. Ein wesentlicher Bestandteil des Verfahrens ist zudem die arthroskopische Abtragung inferiorer Humerusosteophyten, die zu einer indirekten Dekompression des Nervus axillaris beitragen kann [1, 2]. Bei umschriebenen Knorpeldefekten kann ergänzend eine Mikrofrakturierung durchgeführt werden. Abhängig vom individuellen Befund können weitere Maßnahmen wie eine Bizepstenodese oder -tenotomie, eine subakromiale oder subkorakoidale Dekompression sowie in ausgewählten Fällen eine direkte Neurolyse des Nervus axillaris indiziert sein.

Der klinische Erfolg arthroskopischer Verfahren bei Glenohumeralarthrose ist maßgeblich von einer sorgfältigen Patientenselektion abhängig. In mehreren Studien konnten ein jüngeres Lebensalter, ein erhaltener Gelenkspalt von mehr als 2 mm, eine weitgehend erhaltene Gelenkgeometrie sowie unipolare Knorpelläsionen als günstige prognostische Faktoren identifiziert werden [2–4]. Demgegenüber sind ein höheres Lebensalter, fortgeschrittene Arthrosegrade (Kellgren Lawrence Grad 4), Walch B2 oder C Glenoidformen, bipolare Knorpelschäden, eine zentrale Abflachung des Humeruskopfes, ausgeprägte inferiore Osteophyten, ein Gelenkspalt unter 2 mm sowie eine präoperativ eingeschränkte Außenrotation mit einer signifikant erhöhten Versagensrate assoziiert [3–5].

Die publizierten klinischen Ergebnisse zeigen, dass bei adäquater Indikationsstellung durch das CAM Verfahren eine signifikante Schmerzreduktion und funktionelle Verbesserung erzielt werden kann. In einer prospektiven Kohortenstudie berichteten Millet et al. über eine signifikante Verbesserung der ASES und SST Scores bei Patienten mit moderater Glenohumeralarthrose [1]. In einer Langzeitnachuntersuchung konnte bei etwa 60 % der behandelten Patientinnen und Patienten auch nach zehn Jahren auf eine Schulterendoprothese verzichtet werden [4]. Weniger strukturierte arthroskopische Débridement Verfahren ohne umfassendes Behandlungskonzept weisen demgegenüber deutlich schlechtere klinische Resultate und höhere Konversionsraten zur Endoprothese auf [6]. Eine spätere endoprothetische Versorgung wird durch eine vorausgegangene arthroskopische Behandlung nach aktuellem Kenntnisstand nicht negativ beeinflusst [5].

Die postoperative Nachbehandlung erfolgt frühfunktionell mit dem Ziel, die Beweglichkeit zu erhalten beziehungsweise zu verbessern und der Entwicklung von Kontrakturen entgegenzuwirken. Nach initialer Mobilisation folgen Dehnungs und Kräftigungsübungen mit schrittweiser Belastungssteigerung. Die vollständige funktionelle Rehabilitation wird in der Regel nach vier bis sechs Monaten erreicht [1, 2].

Zusammenfassend stellt das Comprehensive Arthroscopic Management eine wertvolle therapeutische Option für ausgewählte jüngere Patientinnen und Patienten mit moderater Glenohumeralarthrose dar. Voraussetzung für den Erfolg sind eine strenge Indikationsstellung, eine realistische Erwartungshaltung sowie die konsequente Durchführung eines strukturierten operativen Gesamtkonzepts. Isolierte arthroskopische Débridement Verfahren bei fortgeschrittener Arthrose sind hingegen nicht zu empfehlen.

Vergleich arthroskopischer und endoprothetischer Verfahren bei Glenohumeralarthrose

 

Merkmal

Comprehensive Arthroscopic Management (CAM)

Isoliertes arthroskopisches Débridement

Schulterendoprothese

Therapieziel

Gelenkerhalt, Schmerzreduktion, Funktionsverbesserung, Verzögerung der Endoprothese

Kurzfristige Schmerzreduktion

Definitiver Gelenkersatz

Patientenkollektiv

Jüngere, aktive Patienten mit moderater Arthrose

Heterogen, häufig fortgeschrittene Arthrose

Ältere Patienten oder fortgeschrittene Arthrose

Arthrosegrad

Mild bis moderat

Häufig moderat bis fortgeschritten

Fortgeschritten

Gelenkspalt

> 2 mm erforderlich

Keine klare Selektion

Meist aufgehoben

Knorpelschäden

Bevorzugt unipolar

Häufig bipolar

Irrelevant

Operatives Konzept

Strukturiert, multikomponentig (Kapselrelease, Osteophytenresektion, Chondroplastik etc.)

Unstrukturiert, symptomorientiert

Resektion und Ersatz

Schmerzreduktion

Signifikant, nachhaltig bei geeigneter Selektion

Oft nur kurzfristig

Hoch

Funktionsverbesserung

Signifikant

Gering bis moderat

Hoch

Langzeitergebnisse

Ca. 60 % ohne Endoprothese nach 10 Jahren

Hohe Konversionsrate zur Endoprothese

Gute Langzeitergebnisse

Revisionseingriffe

Möglich, aber gelenkerhaltend

Häufig Endoprothese

Revisionsprothese möglich

Einfluss auf spätere Endoprothese

Kein negativer Einfluss

Kein klarer Vorteil

Rehabilitationsdauer

4–6 Monate

2–4 Monate

6–12 Monate

Evidenzlage

Prospektive Kohorten, Langzeitdaten

Heterogen, überwiegend retrospektiv

Hohe Evidenz

Empfehlung

Ja, bei strenger Indikation

Nein bei fortgeschrittener Arthrose

Ja bei fortgeschrittener Arthrose

 

Klinische Einordnung

Das Comprehensive Arthroscopic Management (CAM) stellt im Vergleich zum isolierten arthroskopischen Débridement ein konzeptionell überlegenes, gelenkerhaltendes Verfahren dar, dessen Erfolg wesentlich von einer strengen Patientenselektion abhängt. Während isolierte Débridement Verfahren insbesondere bei fortgeschrittener Glenohumeralarthrose mit hohen Versagens und Konversionsraten zur Endoprothese assoziiert sind, kann durch das strukturierte CAM Konzept bei geeigneten Patientinnen und Patienten eine klinisch relevante und langfristige Symptomlinderung erzielt werden.

Das Verfahren zeichnet sich durch seinen minimalinvasiven Charakter aus und erfolgt unter konsequentem Erhalt der periartikulären Sehnen und Muskelstrukturen. Durch das gezielte Kapselrelease und die systematische Adressierung mechanischer Schmerzursachen ist das CAM Verfahren nicht nur schmerzlindernd, sondern auch bewegungssteigernd, insbesondere im Hinblick auf die Außenrotation und die funktionelle Gelenkbeweglichkeit. In der klinischen Praxis kann der Eingriff in der Regel tagesklinisch durchgeführt werden und erlaubt eine frühfunktionelle Rehabilitation mit rascher Wiedererlangung der Alltagsfunktion.

Die Schulterendoprothese bleibt trotz dieser Vorteile der Goldstandard bei fortgeschrittener Glenohumeralarthrose. Bei jüngeren, aktiven Patientinnen und Patienten ist sie jedoch aufgrund der begrenzten Implantatstandzeit, der Revisionsproblematik und der funktionellen Einschränkungen kritisch zu bewerten. Vor diesem Hintergrund stellt das CAM Verfahren – bei entsprechender Indikationsstellung und operativer Erfahrung – eine wertvolle therapeutische Option dar, um den Zeitpunkt einer endoprothetischen Versorgung hinauszuzögern, ohne spätere Behandlungsoptionen zu kompromittieren.

Fazit für die Praxis:

  • Strenge Indikationsstellung ist entscheidend: Arthroskopische Verfahren – insbesondere das Comprehensive Arthroscopic Management (CAM) – sind vor allem bei jüngeren, aktiven Patientinnen und Patienten mit milder bis moderater Glenohumeralarthrose indiziert.
  • Prognostisch günstig: Gelenkspalt > 2 mm, unipolare Knorpelläsionen, erhaltene Gelenkgeometrie, keine relevante Glenoiddeformität (kein Walch B2/C), gute präoperative Außenrotation.
  • Prognostisch ungünstig: Kellgren-Lawrence Grad 4, bipolare Knorpelschäden, Gelenkspalt < 2 mm, zentrale Humeruskopfabflachung, ausgeprägte inferiore Osteophyten, relevante Glenoidretroversion.
  • Konzept vor Einzelmaßnahme: Ausschliesslich arthroskopisches Débridement ohne strukturiertes Gesamtkonzept zeigt hohe Versagens- und Konversionsraten. Das CAM-Verfahren adressiert systematisch kapsuläre, knöcherne und weichteilige Schmerzquellen.
  • Ziel ist Überbrückung, nicht Ersatz: Arthroskopische Salvage-Verfahren ersetzen keine Endoprothese, können aber bei geeigneter Selektion eine langfristige funktionelle Verzögerung (≈ 60 % ohne Prothese nach 10 Jahren) ermöglichen.
  • Keine negative Beeinflussung späterer Endoprothetik: Eine vorausgegangene strukturierte Arthroskopie kompromittiert nach aktueller Evidenz eine spätere Schulterprothese nicht.
  • Rehabilitation ist integraler Bestandteil: Frühfunktionelle Nachbehandlung mit konsequenter Mobilisation ist essenziell zur Vermeidung postoperativer Kontrakturen.
  • Goldstandard bleibt die Endoprothese: Bei fortgeschrittener Arthrose mit struktureller Destruktion ist die endoprothetische Versorgung weiterhin die evidenzbasierte Therapie der Wahl.

Literatur zu diesem Thema

  1. Millet PJ, Horan MP, Pennock AT, Rios D. Comprehensive arthroscopic management (CAM) procedure: clinical results of a joint-preserving arthroscopic treatment for young, active patients with shoulder osteoarthritis. Arthroscopy. 2013;29(3):440–448.
  2. Millet PJ, Gaskill TR, Horan MP, van der Meijden OA. Arthroscopic management of glenohumeral arthritis: indications, techniques, and outcomes. J Am Acad Orthop Surg. 2012;20(9):547–556.
  3. Saltzman MD, Chamberlain AM, Mercer DM, Warme WJ, Matsen FA. Glenohumeral arthritis in the young adult. J Shoulder Elbow Surg. 2010;19(2 Suppl):S2–S11.
  4. Mitchell JJ, Horan MP, Greenspoon JA, Millett PJ. Survivorship and patient-reported outcomes after comprehensive arthroscopic management of glenohumeral osteoarthritis at minimum 10-year follow-up. Am J Sports Med. 2016;44(12):3206–3212.
  5. Skelley NW, Namdari S, Chamberlain AM, Keener JD. Arthroscopic management of glenohumeral arthritis: a systematic review of outcomes. J Shoulder Elbow Surg. 2015;24(8):e230–e237.
  6. Van Thiel GS, Sheehan S, Franklin JL, et al. Retrospective analysis of arthroscopic management of glenohumeral degenerative disease. Arthroscopy. 2010;26(11):1451–1455.

Schulterimpingement und Rotatorenmanschettenriss

Ursachen von Schulterschmerzen beim Armheben

Autor: Dr. Martin Schwarz – Schulterchirurg in Wien

Schulterschmerzen beim Anheben des Arms gehören zu den häufigsten orthopädischen Beschwerden. Besonders typisch sind Schmerzen beim seitlichen Armheben, beim Anziehen einer Jacke oder nachts beim Liegen auf der Schulter.

Eine der häufigsten Ursachen ist das Schulterimpingement (subakromiales Impingement-Syndrom). Dabei kommt es zu einer mechanischen Einengung unter dem Schulterdach, wodurch die Sehnen der Rotatorenmanschette gereizt werden. Bleibt diese Belastung über längere Zeit bestehen, kann daraus ein Sehnenriss der Rotatorenmanschette entstehen.

Eine frühzeitige Diagnose durch einen spezialisierten Schulterchirurgen kann entscheidend sein, um dauerhafte Schäden an der Schulter zu vermeiden.

Was ist ein Schulterimpingement?

Ein Schulterimpingement bezeichnet eine mechanische Einengung im sogenannten subakromialen Raum der Schulter.

Dieser Raum befindet sich zwischen:

  • dem Oberarmkopf (Humeruskopf)
  • dem Schulterdach (Acromion)
  • dem Ligamentum coracoacromiale

In diesem engen Bereich verlaufen wichtige Strukturen:

  • die Supraspinatussehne
  • weitere Sehnen der Rotatorenmanschette
  • der subakromiale Schleimbeutel

Bei bestimmten Bewegungen – insbesondere beim Anheben des Arms über Schulterhöhe – können diese Strukturen mechanisch eingeengt werden. Dadurch entstehen Reizungen, Entzündungen und Schmerzen.

Das Schulterimpingement zählt zu den häufigsten Ursachen für Schulterschmerzen bei Erwachsenen über 40 Jahren.

Welche Symptome verursacht ein Schulterimpingement?

Typische Symptome sind:

  • Schmerzen beim Armheben
  • Schmerzen bei Überkopfbewegungen
  • Nachtschmerzen der Schulter
  • Schmerzen beim Anziehen von Kleidung
  • eingeschränkte Beweglichkeit
  • zunehmender Kraftverlust

Charakteristisch ist der sogenannte painful arc. Dabei treten Schmerzen beim seitlichen Anheben des Arms zwischen etwa 60 und 120 Grad auf.

Wann entsteht ein Sehnenriss der Rotatorenmanschette?

Wenn ein Schulterimpingement über längere Zeit besteht, kann die wiederholte mechanische Belastung zu einer Schädigung der Sehnen führen.

Am häufigsten betroffen ist die Supraspinatussehne.

Man unterscheidet zwei Formen:

Degenerativer Rotatorenmanschettenriss

Dieser entsteht schleichend durch Verschleiß und wiederholte Belastung der Sehne.

Akuter Rotatorenmanschettenriss

Ein Sehnenriss kann auch plötzlich auftreten, beispielsweise nach:

  • einem Sturz auf den ausgestreckten Arm
  • dem Heben schwerer Lasten
  • einer plötzlichen ruckartigen Bewegung der Schulter

Ein bestehendes Schulterimpingement erhöht das Risiko für einen solchen Sehnenschaden erheblich.

Wie wird ein Schulterimpingement diagnostiziert?

Die Diagnose beginnt mit einer klinischen Untersuchung der Schulter.

Dabei werden spezielle Tests durchgeführt:

  • Neer-Test
  • Hawkins-Kennedy-Test
  • Painful-Arc-Test

Diese Tests zeigen, ob eine mechanische Einengung im subakromialen Raum vorliegt.

Zur weiteren Abklärung werden bildgebende Verfahren eingesetzt.

Ultraschall der Schulter

Der Ultraschall ermöglicht eine rasche und dynamische Beurteilung der Rotatorenmanschette.

Röntgen der Schulter

Röntgenaufnahmen zeigen knöcherne Veränderungen des Schulterdaches.

MRT der Schulter

Die Magnetresonanztomographie (MRT) ermöglicht eine detaillierte Darstellung der Sehnen und kann einen Rotatorenmanschettenriss zuverlässig nachweisen.

Behandlung von Schulterimpingement und Sehnenriss

Die Behandlung richtet sich nach Ursache, Dauer der Beschwerden und Ausmaß der Sehnenschädigung.

Konservative Therapie

In vielen Fällen kann ein Schulterimpingement ohne Operation behandelt werden.

Wichtige Maßnahmen sind:

  • gezielte Physiotherapie
  • entzündungshemmende Medikamente
  • Infiltrationen in den subakromialen Raum
  • Anpassung von Sport und Belastung

Diese Therapie kann Schmerzen deutlich reduzieren und die Schulterfunktion verbessern.

Arthroskopische Schulteroperation

Wenn konservative Maßnahmen keine ausreichende Besserung bringen oder ein größerer Sehnenriss vorliegt, kann eine Operation notwendig sein.

Heute erfolgt diese meist arthroskopisch, also minimalinvasiv über kleine Hautschnitte.

Dabei können folgende Maßnahmen durchgeführt werden:

  • Erweiterung des subakromialen Raumes
  • Entfernung entzündeten Schleimbeutelgewebes
  • Glättung des Schulterdaches
  • Naht der gerissenen Rotatorenmanschette

Moderne arthroskopische Verfahren ermöglichen eine gute Wiederherstellung der Schulterfunktion.

Wann sollte man Schulterschmerzen untersuchen lassen?

Eine orthopädische Untersuchung ist besonders sinnvoll bei:

  • Schmerzen beim Armheben
  • Nachtschmerzen der Schulter
  • zunehmendem Kraftverlust
  • Beschwerden, die länger als mehrere Wochen bestehen

Eine frühzeitige Diagnose kann verhindern, dass sich ein kleiner Sehnenschaden zu einem größeren Rotatorenmanschettenriss entwickelt.

Expertenmeinung zur Schulterdiagnostik

Nach Einschätzung von Dr. Martin Schwarz, Schulterchirurg in Wien, wird ein Schulterimpingement häufig zu spät diagnostiziert.

„Viele Patienten kommen erst dann zur Untersuchung, wenn bereits ein deutlicher Funktionsverlust der Schulter besteht. Eine frühzeitige Abklärung von Schulterschmerzen ermöglicht jedoch oft eine erfolgreiche konservative Behandlung und kann größere Sehnenschäden verhindern.“

Fazit

Das Schulterimpingement ist eine häufige Ursache für Schulterschmerzen. Wird die mechanische Einengung früh erkannt, kann sie oft konservativ behandelt werden.

Bleibt die Problematik jedoch über längere Zeit bestehen, kann daraus ein Rotatorenmanschettenriss entstehen. Eine frühzeitige Diagnose und individuell abgestimmte Therapie sind entscheidend, um Schmerzen zu reduzieren und die Beweglichkeit der Schulter langfristig zu erhalten.

Schultereckgelenksverletzung (ACG-Verletzung) – Spezialist für Schulterchirurgie in Wien

Diagnose und Behandlung von Schultereckgelenksverletzungen

Eine Schultereckgelenksverletzung (Akromioklavikulargelenk-Verletzung, ACG-Verletzung) entsteht meist durch einen Sturz auf die Schulter oder durch direkte Krafteinwirkung auf den Schultergürtel. Besonders häufig betroffen sind Sportarten wie Radfahren, Skifahren, Fußball oder Kontaktsportarten.

Das Akromioklavikulargelenk (ACG) verbindet das äußere Ende des Schlüsselbeins mit dem Schulterblatt. Es spielt eine zentrale Rolle für die Stabilität und Beweglichkeit des gesamten Schultergürtels.

Wird dieses Gelenk verletzt, betrifft die Störung nicht nur einzelne Bänder, sondern häufig die gesamte Biomechanik des Schultergürtels, insbesondere den sogenannten skapulohumeralen Rhythmus, also das koordinierte Zusammenspiel zwischen Schulterblatt und Oberarm.

Die Diagnose und Behandlung dieser Verletzungen erfordert daher spezialisierte Schulterchirurgie.

In meiner Ordination in Wien werden Schultereckgelenksverletzungen umfassend diagnostiziert und individuell behandelt – konservativ oder operativ – mit dem Ziel, die normale Funktion der Schulter möglichst vollständig wiederherzustellen.

Ursachen einer Schultereckgelenksverletzung

Die häufigsten Ursachen sind:

  • Sturz direkt auf die Schulter
  • Fahrrad- oder Skiunfälle
  • Kontaktsportarten (Fußball, Handball, Rugby)
  • Verkehrsunfälle
  • direkte Gewalteinwirkung auf den Schultergürtel

Durch die Krafteinwirkung können die stabilisierenden AC-Bänder und coracoclaviculären Bänder reißen. Je nach Ausmaß entsteht eine Instabilität zwischen Schlüsselbein und Schulterblatt.

Einteilung der Schultereckgelenksverletzung (Rockwood-Klassifikation)

Die medizinische Einteilung erfolgt nach der Rockwood-Klassifikation, die sechs Schweregrade unterscheidet:

Rockwood I
Bandzerrung ohne Instabilität

Rockwood II
Teilruptur der Bänder mit leichter Gelenkfehlstellung

Rockwood III
Kompletter Bandriss mit Hochstand des Schlüsselbeins

Rockwood IV–VI
Schwere Verletzungen mit deutlicher Verschiebung des Schlüsselbeins und ausgeprägter Instabilität

Diese Einteilung ist entscheidend für die Wahl der Therapie.

Konservative Behandlung einer Schultereckgelenksverletzung

Leichte Verletzungen des Schultereckgelenks (Rockwood I und II) werden in der Regel ohne Operation behandelt.

Die konservative Therapie umfasst:

  • kurzfristige Ruhigstellung der Schulter
  • Schmerztherapie
  • frühfunktionelle Physiotherapie
  • Stabilisation der Schulterblattmuskulatur
  • schrittweise Belastungssteigerung

Ziel ist die Wiederherstellung der normalen Schulterfunktion und des skapulohumeralen Rhythmus.

Viele Patienten erreichen mit dieser Behandlung sehr gute funktionelle Ergebnisse.

Operative Behandlung des Schultereckgelenks

Bei ausgeprägten Instabilitäten (Rockwood IV–VI) oder bestimmten Typ-III-Verletzungen ist eine operative Stabilisierung des Schultereckgelenks erforderlich.

Moderne Schulterchirurgie verwendet heute überwiegend minimalinvasive arthroskopische Verfahren.

Typische Operationsmethoden sind:

  • arthroskopische Stabilisierung mit TightRope-System
  • Rekonstruktion der coracoclaviculären Bänder
  • zusätzliche horizontale Stabilisierung des AC-Gelenks

Das Ziel der Operation ist die anatomische Wiederherstellung der Stabilität zwischen Schlüsselbein und Schulterblatt.

Warum die Behandlung durch einen Schulter­spezialisten wichtig ist

Verletzungen des Schultereckgelenks betreffen nicht nur ein einzelnes Gelenk. Sie können die gesamte Biomechanik des Schultergürtels beeinflussen.

Eine falsche oder unvollständige Behandlung kann zu folgenden Problemen führen:

  • chronische Instabilität der Schulter
  • Schmerzen bei Überkopfbewegungen
  • Kraftverlust des Armes
  • Fehlbewegungen des Schulterblattes
  • Arthrose des Schultereckgelenks

Eine präzise Diagnose und individuell abgestimmte Therapie durch einen spezialisierten Schulterchirurgen ist daher entscheidend.

Schultereckgelenksverletzung – Behandlung in Wien

In meiner Ordination in Wien erfolgt die Abklärung von Schulterverletzungen mittels moderner Diagnostik:

  • klinische Untersuchung der Schulter
  • dynamischer Ultraschall
  • Röntgendiagnostik
  • MRT-Diagnostik bei komplexen Verletzungen

Basierend auf diesen Befunden wird ein individueller Behandlungsplan erstellt – konservativ oder operativ.

Ziel jeder Behandlung ist die Wiederherstellung einer stabilen und schmerzfreien Schulterfunktion.

Häufig gestellte Fragen zur Schultereckgelenksverletzung

Was ist eine Schultereckgelenksverletzung?

Eine Schultereckgelenksverletzung ist eine Verletzung des Akromioklavikulargelenks, bei der die stabilisierenden Bänder zwischen Schlüsselbein und Schulterblatt beschädigt oder gerissen sind. Sie entsteht meist durch einen Sturz auf die Schulter.

Wann muss eine Schultereckgelenksverletzung operiert werden?

Eine Operation ist meist notwendig bei schweren Instabilitäten (Rockwood IV–VI) oder bei bestimmten Typ-III-Verletzungen mit horizontaler Instabilität. Ziel der Operation ist die Wiederherstellung der Gelenkstabilität.

Kann eine Schultereckgelenksverletzung ohne Operation heilen?

Ja. Leichte Verletzungen (Rockwood I und II) werden in der Regel konservativ behandelt und heilen häufig mit guter Schulterfunktion aus.

Wie lange dauert die Heilung einer Schultereckgelenksverletzung?

Die Heilungsdauer hängt vom Schweregrad ab. Leichte Verletzungen können innerhalb von 4 bis 6 Wochen deutlich besser werden. Nach Operationen dauert die Rehabilitation meist mehrere Monate.

Was ist das „Klaviertastenphänomen“?

Das Klaviertastenphänomen beschreibt das sichtbare Hochstehen des Schlüsselbeins nach einer Schultereckgelenksverletzung. Beim Druck auf das Schlüsselbein bewegt es sich wie eine Klaviertaste nach unten.

Welche Untersuchungen sind bei einer ACG-Verletzung notwendig?

Die Diagnose erfolgt durch klinische Untersuchung, Röntgenaufnahmen und häufig durch Ultraschall oder MRT, um Bandverletzungen und Instabilitäten genau zu beurteilen.

Welche Sportarten führen häufig zu Schultereckgelenksverletzungen?

Besonders häufig entstehen diese Verletzungen bei:

  • Radfahren
  • Skifahren
  • Fußball
  • Handball
  • Kontaktsportarten
Kann eine Schultereckgelenksverletzung langfristige Beschwerden verursachen?

Ja. Ohne ausreichende Stabilität können chronische Schmerzen, Kraftverlust oder Arthrose des AC-Gelenks entstehen.

Wie lange muss die Schulter ruhiggestellt werden?

Bei konservativer Therapie wird die Schulter meist ein bis zwei Wochen im Gilchrist-Verband ruhiggestellt, danach beginnt eine frühfunktionelle Physiotherapie.

Wann kann man nach einer Schultereckgelenksverletzung wieder Sport treiben?

Leichter Sport ist oft nach 6 bis 8 Wochen möglich. Kontaktsportarten sollten erst nach vollständiger Stabilisierung der Schulter aufgenommen werden.

Luxation

Arthroskopische Techniken der Schulterstabilisierung unterliegen einer fortwährenden Entwicklung und verdrängen in der klinischen Routine zunehmend das offene Vorgehen. Als primäres Erfolgskriterium der Stabilisierungsoperationen gilt dabei nach wie vor die postoperative Rezidivrate. Inwiefern die arthroskopischen Techniken äquivalente Ergebnisse zum offenen Standard liefern, untersuchte eine Metaanalyse, welche die Ergebnisse der entsprechenden Studien zwischen 1985 und 2006 verglich.

Hierbei zeigte sich, dass das postoperative Ergebnis der arthroskopischen Operationen wesentlich von der angewandten Operationstechnik abhängt 2. Während für arthroskopische Staple-Refixationen (Rezidivrate: 23%) und transglenoidale Nahttechniken (Rezidivraten inhomogen: 8–60%) signifikant schlechtere Ergebnisse im Vergleich zur offenen Bankart-Refixation (Rezidivrate: etwa 10%) nachgewiesen wurden, zeigten arthroskopische Fadenankertechniken äquivalente Ergebnisse (Rezidivrate: 8,9%).

Bezüglich des optimalen Operationszeitpunkts existiert weiterhin keine prospektiv randomisierte Studie, die einen klaren Vorteil der unmittelbar nach der Erstluxation versorgten Patienten gegenüber den sekundär, d. h. nach einer oder mehreren Rezidivluxationen versorgten Patienten nachweist.

Ist eine konservative Therapie gerechtfertigt?

Da keine sicheren Daten für ein akutes operatives Vorgehen nach traumatischer Erstluxation vorliegen, ist ein konservatives Vorgehen mittels temporärer Ruhigstellung weiterhin gerechtfertigt. Itoi  (Itoi E, Hatakeyama Y, Sato T et al (2007) Immobilization in external ro­tation after shoulder dislocation re­duces the risk of recurrence. A ran­domized controlled trial. J Bone Joint Surg Am 89(10):2124–2131) wies im Rahmen einer prospektiv randomisierten Studie nach, dass die Reposition des Labrums an den vorderen Glenoidrand besser bei Ruhigstellung des Arms in Außenrotation gelingt.

Die Rezidivrate in der Außenrotationsgruppe war dabei signifikant gegenüber den Patienten mit Ruhigstellung in Innenrotation reduziert (26 vs. 42%). Das zugrundeliegende Prinzip besteht in einer verbesserten Reposition des Labrums durch Anspannen der anterioren Kapsel. Magnetresonanztomographisch erwies sich eine Außenrotation von 30° als ausreichend. Eine Ruhigstellung in endgradiger Außenrotation bot keinen weiteren Vorteil bezüglich der Labrumreposition an den vorderen Pfannerand . Eine 5-wöchige Ruhigstellung zeigte ebenso keine Vorteile gegenüber einem 3-wöchigen Intervall, sodass letzteres zugunsten einer früheren Mobilisation empfohlen wird.

Quellen

LIN, K. M.  et al. Pediatric and adolescent anterior shoulder instability: clinical management of first-time dislocators. Curr Opin Pediatr, v. 30, n. 1, p. 49-56, 02 2018. ISSN 1531-698X. Disponível em: < https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29135565 >.

HETTRICH, C. M.  et al. Epidemiology of the Frequency, Etiology, Direction, and Severity (FEDS) system for classifying glenohumeral instability. J Shoulder Elbow Surg, v. 28, n. 1, p. 95-101, Jan 2019. ISSN 1532-6500. Disponível em: < https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30348544 >.

KARDOUNI, J. R.; MCKINNON, C. J.; SEITZ, A. L. Incidence of Shoulder Dislocations and the Rate of Recurrent Instability in Soldiers. Med Sci Sports Exerc, v. 48, n. 11, p. 2150-2156, 11 2016. ISSN 1530-0315. Disponível em: < https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27327025 >.

Rotatorenmanschette

Gerade bei der großen Rotatorenmanschettenruptur stellt sich die Frage, ob auch unter konservativer Therapie akzeptable Ergebnisse erzielt werden können. Bei motorisch relativ gut kompensierten und schmerzarmen Patienten konnte gezeigt werden1; 2, dass im Verlauf von 4 Jahren nach Erstdiagnose die aktive Schultergelenkbeweglichkeit unter konservativer Therapie konstant blieb (Endzustand: 136° Anteversion und Abduktion, 39° Außenrotation). Allerdings drückte sich die allgemeine Schulterfunktion unter Einbeziehung der Schmerz- und Kraftparameter in einem nur mäßigen Schulterfunktionsscore nach Constant-Murley aus. Im Röntgen ließ sich dabei sowohl ein Fortschreiten der Dezentrierung des Humeruskopfs nach oben um durchschnittlich 3 mm, als auch ein Fortschreiten der glenohumeralen arthrotischen Komponente um durchschnittlich 1–2 Stadien nach Samilson3 nachweisen. Die anhand der Sehnenretraktion und der muskulären Atrophie initial als reparabel klassifizierten Rupturen mussten daher vier Jahre nach der Erstdiagnose als nicht (mehr) reparabel eingestuft werden. Trotz befriedigender Beweglichkeit bestand für die Patienten damit keine Möglichkeit einer gelenkerhaltenden Therapie mehr.

Im Hinblick auf die Naht transmuraler Rotatorenmanschettenrupturen weist der Trend ähnlich wie bei der Schulterstabilisierung hin zu einem arthroskopischen Vorgehen. Allerdings lässt sich unter Berücksichtigung der Literatur der letzten 3 Jahre kein objektivierbarer Vorteil einer arthroskopischen Technik gegenüber der konventionellen offenen Technik oder einem Mini-open-Vorgehen nachweisen.  Der Trend zur Schmerzreduktion und verbesserten Funktion im kurzfristigen postoperativen Intervall ist für weniger invasive Techniken belegt. Allerdings hatte sich dieser Vorteil bereits 6 Monate nach der Operation an die offene Operationstechnik angepasst. Innerhalb der arthroskopischen Techniken werden zunehmend Rekonstruktionen unter Verwendung zweier Nahtreihen („double-row“ oder „transosseous equivalent“) propagiert. Doch was ist der Vorteil der Technik?

  • verbesserte Lastverteilung auf vier Fadenanker
  • erhöhte Primärstabilität
  • erhöhter Anpressdruck der Sehne an das Knochenbett

Diese biomechanischen Vorteile lassen sich anhand erster klinischer Studien doch nicht nachweisen. So fanden einige Autoren5 im Rahmen einer randomisierten Vergleichsstudie der arthroskopischen 2-Reihen- und 1 Reihen -Technik keinen signifikanten Unterschied in Bezug auf die postoperative Schulterfunktion oder magnetresonanztomographisch kontrollierte Sehnenintegrität. Aktuelle Metaanalysen bestätigen diese Ergebnisse. Die Frage der Zeit bis zur vollständigen Verbesserung der Schulterfunktion nach Rotatorenmanschettennaht zeigt, dass nach arthroskopischer Rotatorenmanschettennaht die Schulterfunktion erst 12 Monate nach der Operation ihr endgültiges Niveau erreicht. Die Patienten wurden im Rahmen der Studie in Intervallen von 3, 6, 12 und 24 Monaten nach der Operation untersucht. Die stärksten Verbesserungen der Schulterfunktion ergaben sich bis zum 3. und vom 3. bis zum 6. postoperativen Monat.  Bezogen auf die aktive Beweglichkeit und die Kraft setzte die Entwicklung gegenüber der Gesamtfunktion verzögert ein und zeigte den maximalen Fortschritt um den 6. post-operativen Monat.

Ein wesentlicher Schritt nach vorne in der Rotatorenmanschettenchirurgie ist die sogenannte Superior Capsule Reconstruction. Bei dieser Operation wird ein straffes Sehnenimplantat eingesetzt und funktioniert als Widerlager gegen das Hochtreten des Oberarmkopfes.6 Schmerzreduktion und Funktionsverbesserungen sind erfasst, über die Nachhaltigkeit kann noch keine sichere Aussage getroffen werden. Im Vergleich zum Gelenksersatz schneidet diese Methode deutlich besser ab, da eine implantierte Endoprothese nur gegen eine neue Endoprothese ausgetauscht werden kann. Und das ist in der Sehnenchirurgie möglichst spät anzustreben…

Quellen

WERNER, C. M.  et al. The biomechanical role of the subscapularis in latissimus dorsi transfer for the treatment of irreparable rotator cuff tears. J Shoulder Elbow Surg, v. 15, n. 6, p. 736-42, 2006 Nov-Dec 2006. ISSN 1532-6500. Disponível em: < https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17126245 >.

ZINGG, P. O.  et al. Clinical and structural outcomes of nonoperative management of massive rotator cuff tears. J Bone Joint Surg Am, v. 89, n. 9, p. 1928-34, Sep 2007. ISSN 0021-9355. Disponível em: < https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17768188 >.

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Dr. Martin Schwarz, MSc, Prim. a.D.
Facharzt für Unfallchirurgie,
Facharzt für Orthopädie und Traumatologie Schulterzentrum Wien
Ordination für Schulter, Knie und Sportverletzungen