| Die knöcherne
Gelenkspfanne erfährt durch die Gelenkslippe (Labrum), die sie zirkulär umrahmt,
eine Vergrösserung der Kontaktfläche.Zusätzlich ist die räumliche Neigung und die
Größe der knöchernen Gelenkspfanne von wesentlicher Bedeutung. Das
Kopf-Pfannenverhältnis ist zahlenmäßig definiert und beeinflußt unter gewissen
Umständen die Therapie. Die dünne Gelenkskapsel ist durch strangförmige Verdickungen, den sogenannten Schulterbändern, verstärkt. Das obere Band zieht zusammen mit der langen Bizepssehne an den Labrum-Komplex, das mittlere Band kann mitunter fehlen und das untere Band, das aus 2 Teilen besteht und als sogenannter "axillary pouch" eine wesentliche Funktion bei der Stabilität der Schulter einnimmt. Es wird auch Infraglenoidaler Humeraler Ligamentkomplex genannt.
Die Rotatorenmanschette und die Sehne des Bizeps-Muskel des Oberarms wirken als zentrierende-stabilisierende Kräfte des Oberarmkopfes, um eine optimale Führung zu gewährleisten.
Dieses dynamische System wird durch die Schulterverrenkung zerstört. Es besteht ein großer Unterschied in der Diagnostik und Therapie dieser Verletzung, wenn sie zum Beispiel in jungen Jahren oder im höheren Lebensabschnitt stattfindet. Das höhere Lebensalter beginnt schulterchirurgisch mit 40 Jahren ! Ebenso muss man unterscheiden, ob die Verrenkung erst einmal oder schon mehrere Male stattgefunden hat, wobei es mit der Zahl der Verrenkungen zu einer Verschleisserscheinung der Schulterpfanne kommen kann, die dann eine besondere Behandlung erforderlich macht. Kommt es zu eine fehlenden oder ungenügenden Verheilung der zerrissenen Strukturen, kann eine wiederholte Verrenkung der Schulter entstehen - dadurch kommt es dann
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Schulterverrenkung |
| Folgende Verletzungen des Kapsel-Labrum-Komplexes gibt es: |
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Abriss der Gelenkskapsel bei intakter Gelenkslippe. Hier handelt es sich um die unkomplizierteste Form der Verletzung. Wobei es aber auch auf die richtige Behandlung ankommt, um weiter Verrenkungen zu vermeiden. |
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Abriss der Gelenkslippe ohne Knochenbeteiligung. Diese Verletzung wird fälschlich als Bankartverletzung bezeichnet. Im Fall einer Fehlverheilung kommt es zu einer chronischen Instabilität. |
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Abriss der Gelenkslippe mir einem knöchernen Fragment. Das ist die typische "originale" Bankartverletzung, benannt nach dem Erstbeschreiber dieser Veränderung. Hier bleibt ein knöcherner Defekt bestehen, der weitere Verrenkungen "bahnen" kann. |
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Ablösung der Stabilisatoren - funktionelle vordere Labrumläsion - wird auch Perthesläsion genannt, führt zu einer relativen Erweiterung der vorderen Kapselanteil mit konsekutiver Instabilität. |
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